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Anthony Taok hat den coolsten Job der Welt

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Anthony Taok ist ein Mitarbeiter, der sehr viel Erfahrung mitbringt: Er hat auf vier Kontinenten gelebt und für eine Vielzahl von Unternehmen gearbeitet, bevor er 2018 Presales Engineer bei Anexia wurde. Anthony ist außerdem einer unserer acht US Anexianerinnen und Anexianer. Bei seinem letzten Besuch in Österreich haben wir die Chance genutzt, um ihn als ersten US-Kollegen für unsere #joinourrevolution Serie zu interviewen. Mehr über diesen aufgeschlossenen, schlauen Kerl erfahrt ihr in diesem Interview:


Wärst du so nett und könntest dich kurz vorstellen?
Mein Name ist Anthony Taok. Ich bin Senior Solution Architect oder wie du es nennst Presales Engineer. Normalerweise sind Leute wie ich das technische Bindeglied zwischen Lösungen, die wir anbieten und den Bedürfnissen des Kunden. Bei Anexia, einem kleineren Unternehmen, ist mein Aufgabengebiet viel breiter gefächert als in einem größeren Unternehmen. Ich kombiniere jeden Tag viele Aufgaben und Positionen.

Wie bist du zu deinem technischen Wissen gekommen? Welche Ausbildung hast du?
Ich habe meinen Ingenieurabschluss in Computer & Kommunikation im Libanon gemacht, wo ich mit vielen verschieden Technologien in Berührung kam. Während dieser Zeit habe ich im Sommer gearbeitet und Praktika gemacht – in verschiedenen Unternehmen und Positionen. Diese haben programmieren, den Zusammenbau von Computern und IT Management abgedeckt. Später habe ich meinen Master in Ingenieurwesen in Kanada gemacht, wo ich viel mit Drahtlos- und Signalverarbeitung, sowie neuronalen Netzwerken arbeitete.

Hast du schon als kleiner Junge gewusst, dass du dich für Technik interessierst?
In meiner Kindheit wollte ich, wie viele andere Kinder, Weltraumforscher werden. Mein Problem war, dass ich nicht das richtige Raumschiff finden konnte – so schien mir die Technik eine gute Alternative zu sein. (lacht)

Wie hat deine Karriere gestartet?
Zu Beginn meiner Karriere habe ich an der Entwicklung neuer Dienstleistungen für einen MSO gearbeitet. Dadurch bekam ich Kontakt zu vielen Herstellern und es ermöglichte mir, an unterschiedlichen Seiten eines IP-Netzwerks arbeiten zu können, um den Aufbau einer End-to-End-Lösung zu unterstützen. Das waren tolle, informative Jahre mit vielen spannenden Projekten.

Danach begannen meine ersten Jahre im Presales. Ich arbeitete an  privaten ATM- und MPLS-basierten Netzwerken. Nach dieser Erfahrung war ich eine Weile im LTE-Bereich, wo ich dabei half eine neue Abteilung zu gründen, die speziell entwickelte M2M-Lösungen für die Medienindustrie verkaufte. Das revolutionierte die lokale Industrie, da die meisten Inhalte früher statisch waren, bevor wir begannen Echtzeit-Konnektivität anzubieten, die On-the-Fly-Updates ermöglichte.

Nach diesem Job arbeitete ich für den größten kanadischen ISP. Mein Team war für den Großhandel mit anderen ISPs und Großkunden verantwortlich. Dann arbeitete ich für einen Gerätehersteller, ein Startup, das schließlich an die Börse ging und dann kam ich zu Anexia. Das war die Kurzfassung. (lacht)

„Egal, wer vor einem sitzt, das Wichtigste ist, die richtigen Fragen zu stellen und nicht nur sie zu beantworten.“

Was sind deine Aufgaben als Presales Engineer? Wie viel technisches Wissen brauchst du noch?
Ich würde sagen, dass meine Rolle darin besteht, dem Kunden zu helfen, aber auch unserer Sales Abteilung. Wenn du zum ersten Mal mit einem Kunden zu tun hast, geht es nicht um technische Dinge. Wir sprechen zuerst mit den Führungsebenen – CTOs oder VP of Engineering und arbeiten uns dann zu den Technikern hinunter, was manchmal mehr in meiner Komfortzone liegt. Aber egal wer vor einem sitzt, das Wichtigste ist, die richtigen Fragen zu stellen und nicht nur sie zu beantworten. Ich versuche immer zu verstehen, was das Verständnis der Menschen ist und ich kann dir sagen, bis heute kommen Menschen zu uns, die uns nach Dingen fragen wo sie sich nicht auskennen oder gar nicht wissen worum sie uns bitten – das ist ein sehr schmaler Grad.

„Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und ich genieße es, all diese verschiedenen Arten von Welten zu erkunden.“

Was meinst du mit schmaler Grad?
Wenn der Kunde noch nicht gekauft hat, kann man ihn nicht zum Abschluss drängen. Wenn du anfängst, alle Fragen zu stellen, bevor sie kaufen, können sie am Ende Angst haben. Ich nenne das den Tanz mit Technikern. (lacht) Man lernt zu sehen wie die Leute denken. Wenn sie dir eine Frage stellen, verstehst du warum diese Frage kommt. In meine Arbeit ist definitiv eine Menge Psychologie involviert. Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und ich genieße es, all diese verschiedenen Arten von Welten zu erkunden. Das Gesamterlebnis ist immer angenehm. Wir alle wissen – man kann nicht in jedem Gebiet ein Experte sein. So haben einige Kunden ein tiefes Verständnis und einige von ihnen nicht. Das ist manchmal eine Herausforderung, aber natürlich eine gute.

Wie ist das Arbeitsleben bei Anexia?
Wie es in jedem wachsenden Unternehmen ist, das lernt wie man damit umgeht immer größer und größer zu werden, ist auch die Arbeit bei Anexia manchmal sehr herausfordernd, aber das ist eine gute Herausforderung. Es macht die tägliche Arbeit interessanter, aber nicht immer einfach. Wir wollen immer eine hohe Qualität und einen guten Service gewährleisten. Wenn wir Projekte umsetzen, die Anexia wachsen lassen und das Service-Portfolio erweitern, stehen wir vor einigen Problemen, aber wenn alles vorbei ist und die Services in Betrieb sind ist es ein großes Erfolgserlebnis. Also ich mag das Arbeitsleben bei Anexia. Meine Herangehensweise an die Arbeit war immer: Wenn mir nicht gefallen würde, was ich tue, würde ich einfach weitergehen und tun was mir gefällt – und wie man sieht, bin ich immer noch hier.

Was magst du an deinem Job?
Ich mag die täglichen Herausforderungen. Ich bin seit über einem Jahr bei Anexia. Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, hatte ich die Chance eine spannende Karriere, mit Einblicken in verschiedene Technologien und Märkte, zu genießen. Anexia fühlt sich an wie eine integrale Fortsetzung meiner gesamten Berufserfahrung und das ist was mir an meinem Job gefällt. Ich schätze die Zusammenarbeit mit Kunden aus verschiedenen Branchen und arbeite gerne mit meinen Teamkollegen zusammen. Zum Beispiel haben wir in Österreich viele kluge Köpfe im technischen Bereich, mit einigen kulturellen Unterschieden, aber es ist erfrischend und lehrreich mit ihnen zusammenzuarbeiten. Aber ich würde sagen, dass Anexia nicht das einzige Unternehmen ist, das kulturelle Unterschiede in den Teams hat. In größeren Unternehmen ist das öfters die Herausforderung.

Du hast auf vier Kontinenten gelebt und dadurch eine Menge interkulturelle Kenntnisse gesammelt. Wie hilft dir das beim Arbeiten mit einem internationalen Team?
Ich denke der beste Weg ist zuzuhören. Zum Beispiel die Art und Weise wie jemand auf ein Ticket antwortet sagt schon viel über die Person aus. Was auch sehr dabei hilft eine Verbindung aufzubauen ist ein persönliches Treffen. Wenn ich die Entwicklerteams hier in Österreich treffe, verstehe ich ihre Sichtweise. Es hilft mit Menschen direkt zu kommunizieren und auch ihre Reaktion zu sehen und sie meine. Es hat Spaß gemacht und das tut es immer noch. Ich glaube, dass eines der besten Dinge in meinem Leben ist, dass ich keinen Groll hege. Jede Person hat eine Geschichte zu erzählen. Ich werde nicht wütend über etwas in der Arbeit. Wenn es klappt, dann klappts, wenn nicht gehe ich zur nächsten Aufgabe. Das hilft sehr.

Was magst du an deinen Kolleginnen und Kollegen am liebsten und welche Charaktereigenschaften sind wichtig um eine erfolgreiche Einheit zu bilden?
Wir sind eine relativ kleine Einheit hier in Amerika, aber auch sehr unterschiedlich. Diese Vielfalt bringt viele verschiedene Sichtweisen und Know-how in unsere täglichen Gespräche, was uns ermöglicht voneinander zu lernen, indem wir unsere gesammelten Erfahrungen austauschen. Ob im Team oder mit Kunden, für mich bleibt gute Kommunikation der wichtigste Erfolgsfaktor. Und meine Kollegen sind für mich fast wie eine Familie, denn sie waren eine große Hilfe bei meinem Umzug nach New York im vergangenen Jahr.

Wofür brennt dein Herz nach der Arbeit? Was ist dein Hobby?
Ich erforsche immer wieder gerne neue Dinge. Ob es sich nun um ein neues Restaurant, eine neue Bar oder ein neues Land handelt. Ich versuche, nach der Arbeit immer etwas Neues zu entdecken. Manchmal ist es eine Yogastunde, manchmal ein neues Restaurant oder eine Ausstellung im Museum. New York enttäuscht mich bei der Auswahl an neuen Aktivitäten nie.

In der deutschen Sprache gibt es das Konzept der „Heimat“ – das ist ein Ort, an dem man sich zu Hause fühlt. Was würdest du sagen ist deine „Heimat“?
Uhh, das ist eine schwierige Frage, aber um ehrlich zu sein: Wir haben dieses kleine Dorf, das sich auf 3.000 Metern Höhe im Libanon befindet. Ich war dort als Kind. Da oben gibt es keinen Strom, nichts. Wir blieben im Sommer dort für drei Monate und spielten Hirten und Fischer, sind den Tieren hinterhergelaufen und fingen Fische aus dem See. Es war die vollkommene Natur. Ich würde auch heute dort nur Gelassenheit spüren. Ich liebe es. Ich kann zwölf Jahre lang von diesem Ort wegbleiben und sobald ich es für eine Stunde besuche, bringt es mich wieder in diesen Geisteszustand. Aber egal wo ich bin und mich wohlfühle ist für mich ein guter Ort zum Leben und so etwas wie „Heimat“.

„Sales Engineering ist der coolste Job der Welt. Im Ernst!“

Letzte Frage: Wenn jemand jetzt in den Presales gehen möchte. Was würdest du dieser Person empfehlen? Welche Fähigkeiten werden in Ihrem Beruf benötigt?
Mein Hintergrund ist vielfältig. Als ich in der Entwicklung gearbeitet habe, hatte ich mit vielen Dienstleistern zu tun. Das war hilfreich, aber auch als ich meinen Master of Business Administration gemacht habe lernte ich viel dazu. Trotzdem braucht man das nicht alles, um Presales Engineer zu werden. Es ist abhängig davon was du in deinem Leben erreichen willst und es ist wichtig, dass du Spaß daran hast, mit Menschen zu reden und ihnen zuzuhören. Also, wenn jemand in den Vertrieb gehen will, wäre mein Ratschlag: Mach es, es ist der coolste Job der Welt. Im Ernst! Wir sind in der Technologie tätig, also sind wir immer am Puls der Zeit. Das macht Spaß!


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