ALPSiX ist am Start – operated by Anexia
Container-Rechenzentren in Klagenfurt und Villach bilden die technische Basis für den neutralen Internetknoten ALPSiX.

Presseaussendung
Zwei Container, zwei Standorte, ein gemeinsamer digitaler Interconnection Hub: Mit dem „Digital Future Summit" im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt ist ALPSiX powered by DE-CIX & operated by Anexia am 18. September offiziell an den Start gegangen – der erste unabhängige Internetknoten Kärntens. Netzbetreiber tauschen ihren Datenverkehr künftig direkt vor Ort aus, und das ohne Umwege über Wien oder Frankfurt. Von den kürzeren Wegen profitieren Branchen wie Industrie, Gesundheitswesen, Bildung und Forschung sowie Verkehrssicherheit und smarte Mobilität.
Der laufende Betrieb der beiden Container-Rechenzentren in Klagenfurt und Villach liegt bei der Anexia Cloud Solutions. Das auf Cloud-Technologie spezialisierte Unternehmen der Anexia Group überwacht unter anderem die Container-Infrastruktur sowie -Managementsysteme und führt regelmäßige Kontrollgänge direkt vor Ort durch. Bei Störungen übernimmt Anexia die technische Erstversorgung, vom Neustart einzelner Geräte über Firmware-Resets bis zum Austausch von Komponenten. Fällt einer der beiden Container aus, sind Techniker:innen innerhalb kürzester Zeit am Standort.
Mit ALPSiX entsteht ein Technologieökosystem, in dem digitale Geschäftsmodelle wachsen können. Ein entscheidender Punkt dabei: digitale Souveränität.
Internetknoten für modernen und resilienten Wirtschaftsraum
Für Alexander Windbichler, CEO der Anexia Group, schafft der Internetknoten wertvolle Redundanz und positioniert die Region als modernen und resilienten Wirtschaftsraum: "Kärnten bringt eine seltene Kombination mit: Glasfaseranbindung an internationale Datenrouten, einen starken Mix aus erneuerbaren Energien und den Zugang zu vielen qualifizierten Fachkräften aufgrund der Lage im Alpen-Adria-Raum. Insgesamt sind wir also gut gerüstet – wir müssen dieses Potenzial konsequent nutzen."
Errichtet haben die physische Infrastruktur die BIK Breitbandinitiative Kärnten, eine Gesellschaft des Landes Kärnten, gemeinsam mit DE-CIX. Die beiden Mini-Rechenzentren in Containerbauweise erfüllen die europäischen Sicherheitsvorgaben für kritische digitale Infrastruktur (NIS2). DE-CIX als deutscher Betreiber von Internetknoten bindet ALPSiX in sein globales Interconnection-Netzwerk mit mehr als 60 Standorten ein. Dadurch entsteht eine schnelle, redundante Datenanbindung durch die Alpen zu den wichtigsten Internetknoten Europas. Kärnten rückt damit in einen leistungsfähigen Nord-Süd-Datenkorridor. „Wir eröffnen mit ALPSiX ein sicheres Tor zur digitalen Welt", sagt Peter Schark, Geschäftsführer der BIK Breitbandinitiative Kärnten GmbH.
Kürzere Wege, stabilere Verbindung
Der Datenverkehr, der bisher über weit entfernte Knotenpunkte lief, bleibt künftig in der Region. Das senkt Latenzen und erhöht die Ausfallsicherheit für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Einrichtungen im südösterreichischen Wirtschaftsraum. Für Betreiber von Rechenzentren zählt genau das zu den wichtigsten Kriterien bei der Standortwahl: Während die großen, etablierten Internetknoten in Westeuropa zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, kann sich Kärnten mit ALPSiX als leistungsfähiger Alternativstandort positionieren. Auch Sebastian Schuschnig, Wirtschaftslandesrat der Kärntner Landesregierung, sieht darin einen deutlichen Standortvorteil: „ALPSiX ist ein wirtschaftspolitischer Hebel für nachhaltige Wertschöpfung und langfristiges Wachstum in Kärnten.“
Weltweit gibt es über 340 Internet Exchange Points in mehr als 100 Ländern. Mit ALPSiX rückt Kärnten auf die internationale Landkarte der Internetknoten.


