Wie Anexia 12.000 VMs von VMware auf eine eigene Open-Source-Plattform brachte

Eine Lizenzänderung von Broadcom brachte Anexia dazu, die komplette Kundeninfrastruktur neu aufzustellen – im laufenden Betrieb.

von Esther Farys
Lesezeit 1 Min.
Alexander Windbichler, Anexia Group CEO
Visionary
Alexander Windbichler, Anexia Group CEO

12.000 virtuelle Maschinen, ein Anbieter, keine spürbare Ausfallzeit für die Kunden. Als Broadcom die Lizenzbedingungen für VMware änderte, musste Anexia schnell handeln – und entschied sich für den eigenen Weg statt für den bestehenden Vertrag.

Ein Cloud-Anbieter mit tausenden Kunden-VMs steht plötzlich vor der Wahl: deutlich höhere Lizenzkosten akzeptieren oder die eigene Plattform neu bauen. Bei Anexia fiel die Entscheidung nach der Übernahme von VMware durch Broadcom gegen den bestehenden Vertrag. Der Grund: neue Zahlungsbedingungen, die das österreichische Technologieunternehmen nicht hinnehmen wollte.

Wir haben freies Budget, um an der Open-Source-Lösung zu arbeiten.

– Alexander Windbichler, Anexia Group CEO

Den Ausschlag gab eine hauseigene Ressource: netcup, eine Anexia-Tochter, die bereits auf dem quelloffenen KVM-Hypervisor lief. Das Entwicklerteam nutzte diese Basis, um ein Migrationstool zu bauen, das Kund:innen per Klick auf die neue Plattform brachte – ohne spürbare Downtime für laufende Workloads. Betroffen waren auch geschäftskritische Anwendungen internationaler Kunden wie TeamViewer und Lufthansa.

Innerhalb weniger Monate war das gesamte Projekt erfolgreich abgeschlossen und 12.000 VMs auf eine Open-Source-Plattform migriert.

Hier geht es zum Originalartikel in Englisch: The Register