Warum ein Rechenzentrum in Europa allein nicht reicht

Ein Cloud-Rechenzentrum in Europa schützt nicht automatisch vor dem Zugriff fremder Behörden – entscheidend ist der Sitz des Anbieters.

von Esther Farys
Lesezeit 2 Min.
Alexander Windbichler Anexia KI Trend Cyberattacken Cyber Security
Digital
Alexander Windbichler Anexia KI Trend Cyberattacken Cyber Security

Ein Server in Frankfurt, ein Unternehmen mit Sitz in den USA – und plötzlich unterliegen die Daten doch amerikanischem Recht. Genau dieses Missverständnis treibt Alexander Windbichler, Anexia Group CEO, um, wenn er über digitale Souveränität spricht.

Sanktionen gegen Europa, die die eigene Wirtschaft lahmlegen könnten: Für viele Unternehmen und Regierungen klingt das abstrakt. Für Windbichler ist es eine reale Gefahr – solange digitale Souveränität kein zentrales Thema auf der IT-Agenda ist.

Im Gespräch mit ITWelt.at ordnet er das Thema als eines der wichtigsten IT-Themen der kommenden Jahre ein – befeuert durch den rasanten Ausbau von KI-Anwendungen, der die Abhängigkeit von außereuropäischer Infrastruktur zusätzlich verschärft. Auch auf EU-Ebene gewinnt die Frage an Gewicht, da die langfristige Absicherung europäischer Souveränität zunehmend als politische Notwendigkeit gesehen wird.