Warum Cloud-Anbieter Anexia Kraftwerke in Österreich kauft

Anexia will den Strom für seine Rechenzentren langfristig selbst erzeugen – unabhängig vom Strommarkt.

von Esther Farys
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Ecological

Ein Cloud-Anbieter, der Wasserkraftwerke kauft: Mit inzwischen rund 110 Rechenzentren in etwa 100 Städten weltweit wächst auch der Energiebedarf des Unternehmens kontinuierlich mit.

Den ersten Schritt in diese Richtung hat Anexia bereits gesetzt: Ein kleines Wasserkraftwerk im steirischen Liesingtal deckt inzwischen einen spürbaren Teil des Strombedarfs des Wiener Rechenzentrums ab. Für Alexander Windbichler, Anexia Group CEO, ist das kein Einzelprojekt, sondern der Anfang eines längeren Vorhabens – weitere Wasserkraft-, aber auch Photovoltaik- und Windkraftanlagen sollen folgen, sofern sich passende Übernahmen finden lassen.

Wir wollen uns mit Eigenerzeugung vom Strommarkt entkoppeln.

– Alexander Windbichler, Anexia Group CEO

Aus Sicht des österreichischen Technologieunternehmens ergänzt eigene Energieerzeugung das Kerngeschäft sinnvoll, statt davon losgelöst zu sein. Rechenzentren direkt an Kraftwerksstandorten zu betreiben, würde langfristig auch Netzkosten sparen.

Hinter der Energiestrategie steht letztlich dasselbe Prinzip, das Windbichler auch im digitalen Kerngeschäft verfolgt: Abhängigkeiten reduzieren. Die Erfahrung mit dem Lizenzdruck von Broadcom hat ihm gezeigt, wie schnell Unternehmen von einzelnen Anbietern erpressbar werden – bei Energie ebenso wie bei Daten.

Hier geht es zum Artikel: Kleine Zeitung