Softwareentwicklung und Managed Hosting
ANEXIA
AUG
16
2021

Christoph Slamanig: Rückblick auf ein Jahrzehnt bei Anexia

Geschrieben am 16. August 2021 von Marie Solle

Die Anexia feiert dieses Jahr ihr 15. Jubiläum – das ist natürlich ein Grund zum Feiern, aber auch ein Grund, um auf die vergangenen Jahre zurückzublicken. Und wer kann das besser, als die Mitarbeiter/innen, die damals schon ein Teil der Anexia waren? Christoph Slamanig ist bereits seit 10 Jahren bei Anexia als Entwickler dabei und damit richtiges Anexia-Urgestein. Was sich verändert hat, wie die Anfänge waren und was eine SVP ist, erfahrt ihr in diesem #joinourrevolution Interview!

Chris Titelbild


Hallo! Stell dich doch mal vor: Wer bist du und was machst du bei Anexia?
Ich bin Chris und ich arbeite bei Anexia in der Abteilung Software Solutions & Software Integrations, kurz 3SI. Hier bin ich technischer Leiter für PHP und betreue verschiedene externe Kundenprojekte, aber arbeite auch an internen Projekten. In der Rolle als Technical Lead versuche ich, meine Kollegen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Ich bin da, um technische Fragen zu beantworten und auch um gewisse Abläufe und Workflows zu definieren. Dabei stimme ich mich mit den Technical Leads der anderen Technologien in meiner Abteilung ab. Wenn sich ein neuer Mitarbeiter für eine Technologie bewirbt, für die ich zuständig bin, dann mache ich auch Bewerbungsgespräche gemeinsam mit unserem Abteilungsleiter Christian Pick.

Arbeitet ihr in Teams?
Bei uns gibt es zwar Teams, aber die sind nicht so starr und mit festen Zugehörigkeiten. Die Abteilung ist nur grob darin unterteilt, dass die Entwickler alle in Software Integration drin sind und die Projektmanager und Grafiker in Software Solutions. Die Technical Teams sind rein technisch aufgestellt und man ist nicht zwingend in nur einem Team. Ich bin z.B. im Team PHP, aber auch im Team Python. Je nachdem wo man mitmacht, kann man dann auch zu mehreren Teams dazugehören. Dann gibt es noch Sprint-Teams, die unter der Leitung von Projektmanagern sind, aber das ist eine andere Geschichte.

Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da ich mit vielen verschiedenen Technologien arbeiten kann.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?
Du arbeitest hier mit Leuten zusammen, die kamot sind, das kenne und höre ich nicht unbedingt von jeder Firma. Man kann einfach gut miteinander, deswegen habe ich auch viele Freunde hier. Was ebenfalls gut ist: Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da ich mit vielen verschiedenen Technologien arbeiten kann. Das hat natürlich auch Schattenseiten, weil es manchmal schwer sein kann, sich auf eine Sache zu konzentrieren. (lacht) Man muss einfach den Faden behalten. Alles in allem fühle ich mich sehr wohl.

Kannst du etwas von den Projekten erzählen, an denen du gearbeitet hast?
Wir haben zum Beispiel für ein Unternehmen eine Software für ihr Labor gebaut. Stell dir vor, du bist in einer Drogerie und siehst zahlreiche Hygieneartikel, wie z.B. Shampoos, Seifen, Waschmittel etc. Eine Vielzahl der dort auffindbaren Artikel stammt von jenem Unternehmen und diese Produkte müssen natürlich auf Verträglichkeit getestet werden. Tierversuche werden Gottseidank keine gemacht, aber Versuche in der Petrischale und an Menschen. Wir haben eine Software gebaut, die diese Versuchsreihen erfasst und dokumentiert. Wenn du wüsstest, was ich alles für Begriffe gelernt habe, bei diesem Projekt, die ich vorher noch nie gehört hab. (lacht) Man muss sich als Softwareentwickler immer mit dem Thema der Anwendung auseinandersetzen, die man baut, um die Anforderungen besser zu verstehen.

Wir haben auch ein Projekt für ein Immobilienunternehmen gemacht, welches Einkaufszentren in ganz Europa plant und betreut. Hier habe ich mich um die Umsetzung des Frontends einer Software gekümmert, die erfassen kann, wie viel Umsatz Mieter in einem Einkaufszentrum pro m2 Geschäftsfläche machen.

Chris steht in einer Allee

Wie bist du damals vor 10 Jahren zu Anexia gekommen? Erzähl doch mal!
Damals bin ich durch einen Ex-Kollegen aus meiner damaligen Firma auf Anexia aufmerksam geworden. Er hat sich bei mir gemeldet, gefragt wie es mir geht und ob ich Lust auf einen neuen Job hätte. Alex Windbichler und er kannten sich, also er hat mich vermittelt. Ich habe damals auf einen Anruf gewartet, aber es kam keiner. Irgendwann hat mich dann Alex Windbichler angerufen und gefragt, warum ich mich nicht melde. Nachdem wir das Missverständnis geklärt haben, ging alles ganz schnell. Ohne Lebenslauf oder Bewerbungsbrief haben wir uns dann getroffen, etwas gequatscht und ich hab die Stelle bekommen. Meinen Lebenslauf habe ich dann irgendwann nach einem Monat erst nachgereicht, aber das ist jetzt alles viel organisierter.

Haben sich deine Aufgaben seitdem verändert?
Schlussendlich bin ich noch immer Entwickler. Nur inzwischen ein Entwickler mit einem recht großen Stück an Erfahrung, allein in dieser Firma schon 10 Jahre. Wo es anfangs noch kleinere Projekte für kleinere Kunden waren, sind es heute Projekte für große und renommierte Unternehmen, die sich über mehrere Monate oder Jahre erstrecken. Diese erfordern z.B. auch durchdachtere Arbeitsweisen, Qualitätskontrollen u.Ä. In meiner Rolle als Technical Lead für PHP versuche ich gemeinsam mit den anderen Team Leads professionelle Arbeitsweisen vorzugeben und kontrolliere deren Ausführung. Ich hab mich schon immer ein bisschen als Erklärbär gesehen und nun zählt das auch zu meinen offiziellen Aufgaben.

Wusstest du schon immer, dass du was im IT-Bereich machen möchtest?
Irgendwie schon, ja. Der Weg dahin war ein bisschen ein Umweg, da die Schule und ich nicht die besten Freunde gewesen sind. Zuerst bin ich auch in einem Zweig unterwegs gewesen, der sich für den jungen Chris cool angehört hat, dann aber nicht das war, was ich machen wollte: die HTL für Hochbau. Auf der einen Seite war es cool, da ich auch jetzt noch außerhalb des technischen Bereichs gern an Dingen bastle. Auf der anderen Seite wurde es mit der Zeit sehr langweilig und ich habe die HTL schlussendlich abgebrochen. In der Schule hatte ich aber auch ein großes Faible für IT und wollte sogar mal Spieleentwickler werden, darum habe ich nach der HTL eine Lehre angefangen und bin nun hier gelandet.

Chris sitzt auf Treppe

Was hat sich während der letzten 10 Jahre bei Anexia verändert?
Ich habe angefangen, nachdem wir von der Gabelsbergerstraße in die Schleppe-Kurve gezogen sind. Es waren damals ganz andere Gesichter und eine ganz andere Zusammenstellung von Leuten. Es gab die Software-Abteilung und die Technik-Abteilung und die Steffi – die war Buchhaltung, Personalwesen und Backoffice in einem. Unser Abteilungsleiter war auch Projektmanager, Abteilungsleiter und Entwickler in einem. Mittlerweile gibt es ja für all diese Sachen eigene Personen und Abteilungen. Damals war alles kleiner und noch nicht so genau protokolliert und aufgezeichnet wie jetzt. Es gab auch noch keine genaue Zeiterfassung. Verglichen mit heute waren wir damals auch viel weniger Personen und jeder kannte jeden. Das ist heute nicht mehr so, aber aufgrund der Größe und der derzeitigen Situation mit COVID-19 natürlich verständlich.

Zu mir kann man immer kommen, wenn man ein Problem mit jemandem hat. Ich versuche dann zu helfen, sofern das in meiner Macht steht.

Du bist Sicherheits-Vertrauens-Person. Was ist das eigentlich und was macht man da genau?
Genau, ich bin Sicherheits-Vertrauens-Person, kurz SVP, gemeinsam mit ein paar anderen. Das bedeutet, dass ich Augen und Ohren offen halten soll, wenn es Sicherheitsprobleme in der Firma gibt. Dazu gehören rutschige Teppiche oder scharfe Kanten, die es zu beanstanden gilt. Früher gab es für andere Probleme Vertrauenspersonen, an die man sich bei zwischenmenschlichen Problemen wenden konnte. Oder Postkästen, in die man anonyme Briefe reintun konnte, die Alex Windbichler persönlich gelesen hat, mittlerweile haben wir für sowas Slido. Heute können sich alle Mitarbeiter mit ihren Problemen an die HR wenden, die für jeden ein offenes Ohr haben. Da man aber nicht bei jedem Problem zu seinem Vorgesetzten gehen kann, weil bei manchen vielleicht genau der das Problem ist, gab es damals Personen, die sich dafür aufgestellt haben und gewählt wurden. Mittlerweile ist das etwas in Vergessenheit geraten, aber ich bin nach wie vor für jeden da. Zu mir kann man immer kommen, wenn man ein Problem mit jemandem hat. Ich versuche dann zu helfen, sofern das in meiner Macht steht, ohne die Person zu verpetzen.

Was hast du über die Zeit bei Anexia am meisten zu schätzen gelernt?
Das Unternehmen ist stabil. Zuvor habe ich schlechte Erfahrungen mit Firmen gemacht, welche beide pleite gegangen sind. Bei Anexia ist das komplette Gegenteil der Fall, hier habe ich ein gutes Gefühl. Die tollen Kollegen sind auch ein großer und wichtiger Punkt, wieso es mir und den anderen hier so gut gefällt. Und natürlich, wie schon erwähnt, die Arbeit, die ich machen darf.

Man sollte nicht vor Neuem zurückschrecken und offen für neue Technologien sein.

Was unternimmst du in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit gehe ich gern Bogenschießen, zocke, spiele D&D und gehe Geocachen, aber entwickle auch Software und bastle rum. Ich baue gern Sachen zusammen, zum Beispiel fürs Bogenschießen. Oder versuche mich an Elektroinstallationen fürs Haus. Ich versuche, Dinge selbst zu bauen und zu reparieren, bevor ich es jemand anderem gebe, mir macht das einfach Spaß. Ich bin ein bisschen wie ein kleiner Tim Taylor, der sich immer wieder mal wehtut. (lacht)

Die heutige Abschlussfrage: Was für Eigenschaften sollten zukünftige Anexianer_innen mitbringen?
Auf jeden Fall Selbstständigkeit, Lernbereitschaft und den Willen, sich fortzubilden. Man sollte nicht vor Neuem zurückschrecken und offen für neue Technologien sein. Man sollte seine eigenen Limits kennen und den Input anderer nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Hin und wieder muss man sich auch in eine neue Technologie einlernen, wenn es ein Kundenprojekt verlangt, man muss sich in diesem Job also ständig weiterbilden. Damit meine ich keine Schulausbildung, sondern dass man schaut, welche aktuellen Entwicklungen, Versionen und Softwarepakete es gibt, die alte Versionen und überholte Konzepte vielleicht ablösen. Wenn man sich nicht über neue Dinge informiert, dann verliert man schnell den Anschluss.


Wenn du so wie Chris nicht vor Neuem zurückschreckst und offen für neue Technologien bist, dann #joinourrevolution und schau bei unseren Stellenausschreibungen vorbei!