Softwareentwicklung und Managed Hosting
ANEXIA
FEB
2
2021

Dennis Schaffer: Auf Umwegen zum Ziel

Geschrieben am 2. Februar 2021 von Marie Solle

Der erste Weg muss nicht immer der Richtige sein, denn auch auf Umwegen kann man an ein Ziel kommen. Dennis Schaffer ist Softwareentwickler im Marketing-Development-Team von Anexia und hat seine Lehre begonnen, als er 24 Jahre alt war. In diesem #joinourrevolution-Interview erzählt er, wie er schlussendlich zu seiner Ausbildung bei Anexia gekommen ist, gibt Einblicke in das Berufsschulleben und verrät dabei, warum ausprobieren und sich etwas zu trauen manchmal die bessere Entscheidung ist.


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Hallo! Stell dich doch mal vor: Wer bist du und was machst du bei Anexia?
Mein Name ist Dennis Schaffer und ich arbeite in der Marketingabteilung als Softwareentwickler. Da habe ich auch Anfang 2017 meine Lehre begonnen. Seit 4 Monaten bin ich nun ausgelernt, mit erfolgreich bestandener Prüfung.

Gratuliere! Du bist der erste Lehrling der Marketingabteilung, der seine Lehre beendet hat. Was hat sich seit Beginn der Ausbildung für dich verändert?
Die Firma ist gewachsen und es kamen enorm viele Leute dazu. Allein bei uns in der Abteilung sind wir viel mehr Personen als früher! (lacht) Anfangs waren wir zum Beispiel nur zwei Entwickler, der Daniel Wuggenig und ich. Daniel hat mich ausgebildet und mir alles beigebracht. Mittlerweile sind wir zu viert und wachsen stetig weiter.

Wir sind schon in ein größeres Büro umgezogen und der nächste Umzug steht bald wieder bevor. Mir gefällt es auch besser, seitdem wir räumlich etwas aufgeteilter sind. Es ist arg, wenn man sich vor Augen führt, wie sich die Firma in der Zeit verändert hat, allein was die Mitarbeiteranzahl betrifft. In der Marketingabteilung selbst hat man sonst nicht so viel bemerkt.

Egal an was ich arbeite, es gibt immer was Neues, was mir Spaß macht und mich fasziniert.

Was gefällt dir an deiner Arbeit als Softwareentwickler?
An der Arbeit als Softwareentwickler in der Marketingabteilung gefällt mir, dass der Aufgabenbereich sehr abwechslungsreich ist. Wir machen zum Beispiel die Firmenwebseite oder auch Tools, die wir intern nutzen, wie den anx.io Link-Shortener. Neben dem gesamten Webauftritt der Anexia haben wir aber auch für netcup die Webseite gemacht. Du warst ja schon mal mit uns auf einer Messe, oder? Hast du den Arcade-Automaten gesehen? Das Spiel darauf ist auch von uns. Wir machen hier wirklich sehr abwechslungsreiche Sachen und das gefällt mir. Egal an was ich arbeite, es gibt immer was Neues, was mir Spaß macht und mich fasziniert.

Wie bist du auf Anexia aufmerksam geworden?
Ich bin zufällig im Internet darauf gestoßen, dass man bei Anexia einen Lehrling sucht. Damals war ich in einem Zwiespalt, da ich davor ganz viele andere Dinge gemacht und probiert habe und mir nie irgendwas so richtig gefallen hat. Bis auf Programmieren und Informatik generell, denn diese Themen haben mich schon immer interessiert. Daher habe ich mir gedacht: Probiere ich es doch einmal damit! Dann stand ich vor der Wahl: Entweder ich gehe in die Abend-HTL und arbeite nebenbei oder ich suche mir eine Lehre als Techniker/Programmierer. So bin ich schlussendlich auch auf Anexia gestoßen. Dann ging alles ganz schnell: Ich habe mich beworben, wurde angenommen und jetzt bin ich hier. Und ich muss gestehen, dass es die richtige Entscheidung war. Ich weiß nicht, ob ich die Abend-HTL fertig gemacht hätte, denn auf Dauer nur Theorie ist mir zu langweilig. (lacht) Ich habe viel lieber die Praxis.

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Du sagtest, dass du vor deiner Ausbildung bei Anexia viele Dinge ausprobiert hast. Erzähl doch mal!
Anfangs bin ich auf die Handelsakademie (kurz: HAK) gegangen, welche ich dann abgebrochen habe, weil sie einfach nichts für mich war. Anschließend habe ich eine Schlosserlehre gemacht, bei der ich allerdings die Abschlussprüfung nicht abgelegt habe. Vielleicht lag es daran, dass die Berufsschule mir damals zu langweilig war. Ich musste mich in viele Sachen reinlesen, die mich nicht wirklich interessiert haben. Da ich dann nicht wusste, was ich als Nächstes machen soll, habe ich zwei Jahre bei der Caritas in einem Wohnheim für Beeinträchtigte gearbeitet. Das hat mir zwar Spaß gemacht, aber es hat sich nicht nach einer dauerhaften Lösung angefühlt.

Das hat mich alles sehr viel Zeit gekostet und so habe ich mich hingesetzt und mir schlussendlich gedacht: „Du bist schon so alt, jetzt mach doch einmal etwas gescheites.“ (lacht) Das war der Punkt, an dem ich mich endlich getraut habe, meinen Interessen nachzugehen und ich bin sehr glücklich darüber.

Braucht man für die Lehre zum Softwareentwickler Vorwissen oder kann man auch komplett neu einsteigen?
Als ich sieben Jahre alt war, habe ich damit begonnen, meinen ersten PC zusammenzubauen. Das war der Punkt, an dem ich zum ersten Mal mit der IT in Berührung kam. Ab da habe ich dann probiert, mir selbst Wissen anzueignen, was natürlich nicht vergleichbar mit dem ist, was ich bei meiner Lehre gelernt habe.

Bei der Lehre fängt man komplett bei null an und ich muss gestehen, dass ich in den 3,5 Jahren Lehrzeit echt viel gelernt habe. Etwas Vorwissen schadet trotzdem nicht, mir hat es in der Berufsschule geholfen, leichter durchzukommen. Aber natürlich hängt das auch vom Lehrbetrieb ab. Ich habe einen viel umfangreicheren Einblick und viel mehr Wissen angeeignet bekommen, als ich es bei anderen Lehrlingen und ihren Betrieben beobachten konnte.

Konntest du aus den Branchen, in denen du bereits gearbeitet hast, etwas mitnehmen?
Man sollte sich nicht stressen lassen, das ist etwas ganz Normales. Vor einer Messe ist es immer stressig, da man verschiedene Arbeiten fertig machen muss, wie beispielsweise Landingpages. Oder eine andere Situation aus meinem ersten Lehrjahr, wo ich aus Versehen die Datenbank der Webseite gelöscht habe … Das war aber zum Glück kein Problem, da wir ein Backup hatten und sofort alles wieder da war. Aber in der Situation habe ich schon einen Schreck bekommen. Selbst wenn es doch mal stressig sein sollte, so hat man als Lehrling zum Glück immer ein bisschen den Lehrlingsbonus, der einem Fehler erlaubt. (lacht)

Sobald ihr etwas tut, was ihr gern macht, wisst ihr, dass ihr das Richtige gefunden habt.

Was ist dein Rat an die, die nicht wissen, welche Lehre die Richtige für sie ist?
Rückblickend würde ich mich sofort dazu entscheiden, nochmal in die IT-Branche zu gehen. Aber das weiß man ja im Vorhinein nicht. Wenn man mit dem Gedanken spielt, dann würde ich sagen: Macht das was euch glücklich macht und brecht es ab, wenn es nötig ist, aber das ist genau das was man nicht sagen soll. (lacht)

Hört einfach darauf, was ihr selbst machen wollt und nicht auf andere, die euch vielleicht in irgendetwas reindrängen wollen. Ich hätte damals auch gleich in die HTL gehen können, aber das hat man mir ausgeredet und so habe ich etwas anderes gemacht und nicht durchgehalten. Sobald ihr euch sonntags nicht denkt: „Oh, heute ist Sonntag, morgen ist wieder Montag und ich muss arbeiten.“ Und ihr etwas tut, was ihr gern macht, dann wisst ihr, dass ihr das Richtige gefunden habt.

Waren in der Berufsschule dann alle jünger als du?
In der Berufsschule bin ich nicht der Älteste gewesen, da es bei den Programmierern viele Leute gibt, die etwas älter sind und sich bereits auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg befinden. Als ich mit 24 die Lehre begonnen hab, habe ich mir aber schon gedacht, dass es vielleicht komisch ist, mit dem Alter noch in die Berufsschule zu gehen, aber das ist dann ganz schnell verflogen. Und dadurch, dass ich schon etwas älter und reifer war, habe ich Schule und Ausbildung schon etwas ernster genommen, als damals als Schlosserlehrling.

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Was ist dir an deiner Lehre am schwersten gefallen?
Auf jeden Fall der Anfang, wo ich es gewohnt war, den ganzen Tag am Computer zu sitzen und zu zocken. Plötzlich musste ich auch andere Sachen machen, wie Lernen und Programmieren. Die ersten paar Tage waren ziemlich schwer, da hatte ich auch oft Kopfschmerzen. Ansonsten habe ich jeden Tag bei der Arbeit genossen. Vor allem, wenn es etwas Neues zum Lernen gab, für so ewas bin ich leicht zu begeistern.

Wertschätzung ist sehr wichtig und hier bei Anexia wird man mehr wertgeschätzt als irgendwo anders.

Was macht für dich einen guten Lehrbetrieb aus?
Meiner Meinung nach sollte man einen großen Überblick bekommen und die Möglichkeit, alles zu lernen und behandeln zu können. Von vielen Kollegen aus der Berufsschule habe ich leider gehört, dass sie in ihren Lehrbetrieben nicht wirklich viel Wissen vermittelt bekommen haben. Einige Mitschüler haben zum Beispiel nur Einblick in wenige Bereiche bekommen und immer das gleiche gelernt, demnach nie viele Themen angeschnitten. Bei mir hat zum Glück alles gepasst.

Wichtig ist es natürlich auch, dass man respektvoll behandelt und nicht als der klassische Lehrling abgestempelt wird. Und von dem was ich mitbekommen habe, ist das ist leider bei einigen Unternehmen so. Wertschätzung ist sehr wichtig und hier bei Anexia wird man mehr wertgeschätzt als irgendwo anders.

Du bist mit der Lehre fertig, was kommt nun?
Sehr viel eigentlich, sehr viel. Es sind jetzt zwar nur noch ein paar Tage, aber ich werde Vater. Das hat genau gepasst jetzt zum Lehrabschluss. Das ist sich genau ausgegangen, perfektes Timing.

Herzlichen Glückwunsch! Bleibt da noch viel Zeit für Hobbys?
Jetzt nicht mehr so viel. Als Vater habe ich dann andere Sachen zu tun. Seit ich die Lehre mache, habe ich auch angefangen, mich nebenher mit Webentwicklung selbstständig zu machen, da mir die Informatik so gefällt. Es macht Spaß und man lernt immer Sachen dazu. Denn auch wenn die Lehre vorbei ist, lernt man nie aus. Die Informatik ist so ein großer Bereich und ich bilde mich ständig weiter, indem ich Sachen im Internet oder Büchern lese. Ich habe also immer was zu tun und komme zum Beispiel nicht mehr so zum Zocken. Ich habe mir aber eine Nintendo Switch gekauft und spiele nur mehr darauf. Das geht abends nämlich auch bequem im Bett.

Die klassische Abschlussfrage: Was kann man von Softwareentwicklern lernen?
Sehr gute Frage. Wenn man ein Problem hat, sollte man erst einmal das ganze Problem analysieren und dann die Problemlösung angehen.

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Wir bei Anexia suchen immer nach Problemlöser_Innen und Querdenker_Innen. Möchtest du wie Dennis an Lösungen tüfteln, dann wirf einen Blick auf unsere freien Stellen und #joinourrevolution!