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MAR
22
2018

So sparst du als Lehrling Geld

Geschrieben am 22. März 2018 von Christina Rauter

„Gib dein Geld nicht für so einen Schmarrn aus!“ Ja, da höre ich sie, meine Eltern, die glauben ich gebe mein Geld nur für Kleidung und Netflix aus. Das mag teilweise stimmen, aber einen Großteil gebe ich auch für Essen aus. Und für das Fitnessstudio, wo ich ein Abonnement habe, aber nie hingehe, weil am Ende des Tages doch die Lust und Zeit fehlt. Aber immerhin kann ich sagen, dass ich einen Mitgliedsschein habe, denn ich immer bei mir trage. Im Falle eines Falles.

Aber wie immer, ist auch was Wahres an der Story meiner Eltern. Ich träume vom Haus, vom schnellen Auto und vom vollen Kleiderschrank. Das alles ist teuer und da heißt es Sparen. Vor allem für einen Lehrling lässt sich der Traum vom schnellen Auto nicht so schnell erfüllen. Das Geld rinnt einem einfach durch die Finger: Am Morgen kaufe ich jeden Tag einen Kaffee beim Bahnhof, in der Mittagspause eine Jause und beim Nachhause fahren noch einen Joghurt. Auf die Dauer ist das sehr viel Geld, aber ich bin kreativ geworden im Geld sparen. Deshalb gibt es hier meine Tipps & Tricks rund ums Thema Geld sparen für Lehrlinge:

1. Essen aufwärmen oder selbst zubereiten

Beim Essen sparen? Die Genießer unter euch werden wahrscheinlich laut aufschreien. 5 Jahre unseres gesamten Lebens beschäftigen wir uns mit dem Thema Essen. Und da stellt sich die Frage, wie du beim Essen sparen kannst, gesund isst (Stichwort: superteures Superfood) und trotzdem satt wirst. Meistens hat man am Abend nach der Arbeit wenig Lust, sich noch ein Pausenbrot für den nächsten Tag zu richten und am Morgen nutzt du wahrscheinlich jede Sekunde, um länger schlafen zu können. Also bleibt dir nur mehr eine Lösung, meiner Meinung nach sowieso die Beste: Du kaufst dir Brot, Käse, Tomaten oder was dir sonst so schmeckt und lässt es in der Firma, sofern es eine Küche gibt. So kannst du dir dein Pausenbrot immer frisch zubereiten und musst nicht früher aufstehen. Wenn du am Wochenende gerne und viel kochst, kannst du dir dein Essen auch vorkochen, einfrieren und in der Firma aufwärmen. So hast du ein warmes Mittagessen.

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Wo man auch noch sparen kann, ist bei den Getränken. Wir alle lieben süße Getränke, aber am Nachmittag wird man ohnehin müde und der Zucker darin verstärkt das noch. Deshalb empfehle ich Wasser zu trinken. Auch Wassermangel ist schuld an der Müdigkeit. Wasser ist nicht nur gesünder, es kostet auch nichts. Und wer trotzdem Geschmack will, findet vielleicht mit einem selbstgemachten Sirup (auch im Kühlschrank im Büro lagern) eine Alternative.

2. Fit sein ohne Fitnessstudio

Mich würde interessieren, wie viele Leute sich zum Jahreswechsel den Vorsatz nehmen, mehr Sport zu treiben und sich deshalb im Fitnessstudio anmelden. Die anfängliche Motivation schwindet aber spätestens, wenn es wieder wärmer wird oder wenn du nach der Arbeit in ein überfülltes Fitnessstudio kommst. Zurück bleibt ein teures Abo, das sich nicht so leicht kündigen lässt. Also wie kann man Sport in den Alltag einbauen ohne viel Geld auszugeben?

Als ich kleiner war, musste ich mit meiner Mama immer die Treppen anstatt des Lifts nehmen, weil sie gehört hat, das Treppen gehen so gesund ist. Aber wieso soll es so gut sein? In einem Artikel von der Welt steht, dass das Zurücklegen von 400 Treppenstufen am Tag etwa einer 15-minütigen Joggingeinheit entspricht, nur das man doppelt so viel Kalorien verbraucht. Das entspricht ca. 16-20 Stockwerke, also als würde man zweimal unser Klagenfurter Bürogebäude auf und ab laufen. Es reicht aber auch die Stiegen zu nehmen, die dir im Alltag begegnen, du brauchst nicht in deiner Firma die Stiegen auf und ab laufen, denn sonst würden dich deine Arbeitskollegen wohl komisch anschauen.

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Ein weiterer Tipp: Falls dein Arbeitsplatz nicht so weit weg ist, kannst du auch zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, so hast du frische Luft und ein bisschen Bewegung. Falls du mit dem Zug kommst, kannst du im Sommer dein Rad auch am Bahnhof abstellen. Solltest du am Ende des Tages nicht genug vom Sport haben, kannst du immer noch zu Hause ein paar Übungen machen. (Tolle Übungen gibt es zum Beispiel bei BodyKiss)

3. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Wenn du dir dann ein schnelles Auto gekauft hast, merkst du erstens wie teuer die Versicherung und zweitens wie schnell das Benzin leer ist. Viele freuen sich, besonders am Land, dass sie endlich nicht mehr mit Bus oder Zug fahren müssen, aber zusammengerechnet spart man sich viel Geld, vor allem als Lehrling, wenn man Öffis fährt. Ich fahre jeden Tag mit dem Zug. Wenn ich die Strecke zur Arbeit mit dem Auto fahren würde, müsste ich jeden Tag 30 Euro für Benzin ausgeben, so zahle ich einmal im Jahr einen geringen Beitrag fürs Lehrlingsticket. Natürlich muss man sich beim Zug fahren über vieles ärgern: Verspätungen, komische Sitznachbarn usw. Aber gerade das macht eine Zugfahrt aus.

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Eine andere Möglichkeit zur Arbeit zu kommen, sind Fahrgemeinschaften. Die gibt es oft in großen Unternehmen, aber falls es das bei dir nicht gibt kannst du auch Apps wie BlaBlaCar oder TwoGo nutzen. TwoGo bietet regelmäßige Fahrgemeinschaften an und ist dadurch eine gute App für Pendler.

4. Günstige Arbeitskleidung

Arbeitskleidung trägt fast jeder in seinem Beruf, egal ob Schuhe mit Stahlkappen oder auch einfach „ordentliche Bürokleidung“ (und ja, auch da höre ich meine Eltern wieder). Nicht jeder muss die Kosten der Arbeitskleidung selbst übernehmen. Falls du dafür aufkommen musst, kannst du mal bei Second-Hand Geschäften vorbeischauen oder sicherlich kennst du  Kleiderkreisel und Shpock. Oder wie wär‘s wenn du mal deine Kollegen fragst, ob sie noch alte Arbeitshosen zum Verkauf haben?

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Sparen heißt nicht schlechter zu leben, es heißt einfach mit Geld umgehen zu können. Deshalb ist es wichtig, Preise zu vergleichen und sich selbst zu fragen, ob man das wirklich braucht? Wir kaufen so Vieles und denken nicht darüber nach, wie viel Geld wir wirklich ausgeben. Und das Schöne daran, sich etwas zu kaufen ist doch eigentlich die Vorfreude.