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ANEXIA
SEP.
22
2026

TRIGOS Kärnten geht an Anexia – für zukunftsfähiges Wirtschaften

Geschrieben am  22. September 2026 von Esther Farys
Anexia Digital gewinnt TRIGOS Kärnten. Anexia Digital won TRIGOS Carinthia
Für Gabriel Lipnik, Patrick Kulterer, Alexander Windbichler, Sarah Frisch und Tanja Scheliessnig war es eine erfolgreiche TRIGOS Gala

 

Anexia gewinnt den TRIGOS Kärnten 2026 in der Kategorie Klimaschutz. Ausgezeichnet wird Anexia Rail – ein Planungssystem für den Schienenverkehr, das künstliche Intelligenz und mathematische Optimierung erstmals in die Logistik- und Personalplanung der Bahn integriert. Entwickelt wurde es von Anexia Digital, dem auf Digital Engineering spezialisierten Unternehmen der Anexia Group, gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der Universität Klagenfurt.

Der TRIGOS Kärnten wird seit 2008 an Unternehmen vergeben, die verantwortungsvolles Wirtschaften nachweislich umsetzen. Träger sind die BKS Bank, die Wirtschaftskammer Kärnten, die Industriellenvereinigung Kärnten, die Caritas Kärnten, der Umweltdachverband, das Rote Kreuz Kärnten und respACT (Austrian Business Council for Sustainable Development).

 

Wissen sichern, Emissionen senken

Die Komplexität des Systems Bahn ist über Jahrzehnte gewachsen und heute auch von erfahrenen Planer:innen nicht mehr vollständig beherrschbar. Gute Entscheidungen hingen lange vom Wissen einzelner Disponent:innen ab. Mit dem bevorstehenden Generationenwechsel drohte dieses Wissen zu verschwinden.

Anexia Rail setzt genau hier an. Das System übernimmt die Lokumlaufplanung, bislang eine Aufgabe von mehreren Tagen. Heute erledigt der Algorithmus sie in wenigen Sekunden. Konkret geht es dabei um die Frage, welche Lokomotive zu welchem Zeitpunkt welchen Zug zieht, wann sie zur Wartung muss und wo sie als Nächstes gebraucht wird. Bei tausenden Zügen und Lokomotiven gibt es dafür unzählige mögliche Kombinationen, von denen nur wenige wirklich effizient sind. Der Algorithmus findet diese effizienten Kombinationen automatisch. Das Ergebnis: weniger Triebfahrzeuge im Einsatz, weniger Leerfahrten und eine Reduktion der CO₂-Emissionen um 15 bis 20 Prozent.

„Anexia Rail zeigt, wofür wir als Unternehmen stehen: umfassende Stärkung von offenen Standards, die solide Grundlagen für digitale Weiterentwicklung und strategische Unabhängigkeit schaffen. Das ist für uns digitale Souveränität in der Praxis und zugleich verantwortungsvolles Wirtschaften in einer hochvernetzten Welt“, sagt Alexander Windbichler, Gründer und CEO der Anexia Group.

 

Ein Team, das Know-how bündelt

Hinter Anexia Rail steht ein interdisziplinäres Team aus Mathematiker:innen, Software-Architekt:innen und Projektmanager:innen der Anexia Digital. Es betreut laufend die Weiterentwicklung, Implementierung und das Partnermanagement.

„Für ein komplexes Optimierungsproblem dieser Größenordnung – in der Fachliteratur als dynamisches Rolling Stock Rotation Problem bezeichnet – gab es in der akademischen Literatur bisher keine praxistaugliche Lösung“, sagt Philipp Hungerländer, Professor am Institut der Mathematik an der Universität Klagenfurt. „Mit Anexia Rail ist uns hier ein echter Technologiesprung gelungen.“

„Anexia Rail steht für das, was wir unter verantwortungsvoller Technologieentwicklung verstehen: ein Projekt, das über Jahre gewachsen ist, gemeinsam mit öffentlichen Partner:innen wie den ÖBB und der Universität Klagenfurt, und das am Ende messbar etwas verändert“, sagt Patrick Kulterer, CEO der Anexia Digital.

Die Jury würdigt an Anexia Rail besonders, wie das Projekt zentrale Herausforderungen des Bahnsektors im Bereich steigende Transportvolumina, Fachkräftemangel und wachsende Systemkomplexität adressiert. Die zugrunde liegende Optimierungslogik ist dabei nicht auf die Schiene beschränkt, sie lässt sich auf andere Bereiche mit vergleichbarer Komplexität übertragen, etwa auf das Gesundheitswesen und die Logistik.